Chronik - Watt Nu? Die Band

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Die Band

Die Gründung   /   1987

Dieter’s Schwester Petra hatte beschlossen zu heiraten – und da musste natürlich ein Live-Act her. Beauftragter zur Realisation dieses Wunsches war oben erwähnter Bruder, dem es allerdings als Sportstudenten am Geld zur Verpflichtung einer professionellen Combo mehr als mangelte.
Also, warum nicht selbst zum Wimmerholz gegriffen – den Reinhard Mey und John Denver hatte man ja schon des öfteren am Lagerfeuer gegeben.
Und da war ja auch noch Thomas, der Bruder der damaligen Freundin, mit dem hatte man auf diversen Skifahrten schon das ein oder andere Lied im Duell gegrölt - und Gitarre spielte der eigentlich genauso schlecht. Das passt ! Die Beatles waren seinerseits vier, als sie die Welt eroberten – fehlten also noch zwei! Die legendäre „Wichernband“ , eine Tanzband mit Wurzeln in der evangelischen Wicherngemeinde in Rüsselsheim, hatte sich gerade aufgelöst. Deren Proberaum in der Sakristei stand somit leer und  wurde mitsamt dem Schlagzeuger Horst übernommen. Jetzt brauchte man nur noch einen Bassisten. Wir hatten aber nur einen Klaus.  Dem kauften wir ein Instrument mitsamt Verstärker und sagten ihm: du bist jetzt Bassist. Ab da war er Bassist. Mehr oder weniger fleißgen Proben, die ein Programm von 10 Liedern hervorbrachten, waren der Grundstein für einen vielumjubelten Auftritt als „ Kaul und die Quappen“ bei besagter Hochzeitsfeier. Es folgte das, was wir insgeheim gehofft und andere befürchtet hatten: wir machten weiter !

Die frühen Jahre / 1987 - 1990


Unter dem neuen Namen „ a cup of music“   wurde also das Repertoire erweitert, um der Nachfrage im Freundes- und Bekanntenkreis nach handgemachter Musik gerecht zu werden. Wir spielten bei Skifreund Manfred im Garten, auf dem Wicherngemeindefest, bei Geburtstagen und Weihnachtsfeiern, sogar im Wohnzimmer von Schullehrer Rainer O. Wegen der ständigen Diskussion um das nächste zu spielende Lied hießen wir mittlerweile Watt Nu? (man beachte die Zweideutigkeit im Namens-Segment „WATT“) und waren zwischenzeitlich auf fünf Bandmitglieder angewachsen. Schulfreund Michi unterstützte uns mit Klavier und Akkordeon ähnlich autodidaktisch wie Klaus zuvor, so dass die während des Songs gestellte Frage:Michi, wo bist`n “ zum geflügelten Wort wurde.
So dudelten wir fröhlich vor uns hin, bis uns der erste Rückschlag ereilte: Bass-Klaus verließ die Band wegen beruflicher bzw. örtlicher Veränderung. Gott sei Dank erholten wir uns schnell von diesem Schock und verpflichteten das zweite Fossil aus der ehemaligen Wichernband – den
Charly,  Horst’s Bruder. Die Warnungen Horst’s vor seinem Bruder schossen wir in den Wind, war uns ein fähiger Bassist doch allemal lieber als ein zuverlässiger, kreativer, belastbarer Bandkollege. Diese Einstellung sollte uns im weiteren Verlauf der Karriere noch so manches graue Haar wachsen lassen. Musikalisch ging es von nun an deutlich vorwärts und  wir wagten uns an ein breiteres Publikum heran.

Die wilde Zeit  / 1991 - 2000

Unsere Frauen, Freundinnen, Lebensabschnittsgefährtinnen, verbrachten von da an die Wochenenden vermehrt alleine ( oder auch nicht ?! ) während sich die Herren Musiker ihrem zeitaufwendigen Hobby hingaben, das da branchentypisch hieß: Musik,Party, Drogen, Party, Frauen, Party, Party ( na ja, so schlimm war es dann auch nicht ! ). Wir beschallten die Dessousparty in Schneppenhausen genauso wie die Hochzeit auf dem Hohenzollern-Schloß Namedy bei  Koblenz, wir spielten bei Gewerbeschauen, Weinfesten, Vereinsfeten und beim Reiterfest im Hunsrück, wo Michi und Thomas im Schlafsack auf der Koppel erwachten.

Um den gehobenen musikalischen Ansprüchen gerecht zu werden war zwischenzeitlich der Roland
zu uns gestoßen. Er unterstützte Michi an den weißen und uns vor allem an den schwarzen Tasten. Diese Chance ließ sich Michi wiederum nicht entgehen, um sich während der Endphase seines Studiums eine musikalische Auszeit zu verordnen. Doch als ein Jahr vergangen, simsalabimbambasaladusaladim, da war der Michi wieder da. Nach all den abwechslungsreichen Live Auftritten war es schließlich soweit: Wir gingen gemeinsam in´s Studio und produzierten unsere erste und wohl einzige CD.

Konsolidierung /  2001 -2004

Die Zahl der Proben und Auftritte hatte sich im Sinne aller Bandmitglieder wegen steigender beruflicher Verpflichtungen nun doch deutlich reduziert. Wie in jeder vernünftigen Band üblich, so gab es auch bei Watt Nu? nach all den gemeinsamen Jahren Abnutzungserscheinungen, Querelen, private- und bandinterne Probleme, Skandälchen, Intrigen, eben das gesamte negative Spektrum menschlich, sozialer Koexistenz.
Thomas, der Motor vergangener Jahre, stotterte und verließ die Band Hals über Kopf.

Der Rest der Band zeigte allerdings einen großen Überlebenswillen, sollten doch einige Auftrittsverpflichtungen eingehalten werden. Dieter musste nun urplötzlich neben Lennon auch noch McCartney sein. Mit Stefan kam ein zweiter Gitarrist hinzu und bereicherte das Klangbild um nie wieder erreichtes Solospiel. Zusammen mit Charly stützte er die „Musikergemeinschaft“  ( eine Wortschöpfung von Horst ) auf musikalischer Ebene – in anderen Bereichen fanden die Beiden und der Rest der Band immer weniger gemeinsame Ansatzpunkte.

Thomas kehrte nach anderthalb Jahren in den Schoß der Band zurück, die Differenzen mit Bassist und Sologitarrist wurden dadurch nicht unbedingt kleiner. Schließlich kehrten Charly nach vielen und Stefan nach wenigen Jahren der Band den Rücken. Mit
Klaus kam nach langen Jahren im Exil ein Gründungsmitglied in heimatlichere Gefilde (na ja, wenn man Heidelberg noch als "heimatlich" bezeichnen kann) und an den Bass zurück. Frisches Blut brachte außerdem das jüngste Bandmitglied René mit, der durch sein Gitarrenspiel die Frontmänner Dieter und Thomas entlastete. Man gelangte allmählich wieder in ruhigere Gewässer.

Watt Nu?    /  2005 -  2008

Mit zunehmendem Alter schwindet bei allen Bandmitgliedern die unbedingte Begeisterung für den zeitraubenden Auf- und Abbau, der für diese Art von  Rockmusik benötigten Bühnenanlage. Ganz aufgeben möchte man diese Richtung der Performance zwar nicht, jedoch will man sich auf sorgfältig ausgesuchte Events beschränken. Stattdessen wird das Repertoire um Songs ergänzt, die auch  „unplugged“ mit überwiegend akkustischen Instrumenten interpretierbar sind. Unser „Jüngster“, René, der mit seiner Gitarre weiterhin lieber richtig Gas geben will, steigt bei Watt Nu? wieder aus.

Die vielseitige Mischung im Repertoire und die unterhaltsame Präsentation bleibt weiterhin die Stärke von Watt Nu? und kommt beim breitgefächerten Publikum nach wie vor bestens an.  

Die Band probt immer noch regelmäßig im alten Proberaum in der Rüsselsheimer Wicherngemeinde. Erstaunlich ist, dass es doch oft genug gelingt, alle zum Üben zusammenzubringen, wohnt man doch in Rüsselsheim, Bauschheim, Michelstadt (Odw), Walldorf bei HD, Budenheim bei MZ und Maintal hinter F.

Seit 2007 gibt's Watt Nu? 20 Jahre und ist halt doch mehr als nur eine Band! Im Brauhaus in Hassloch haben wir geladen und alle sind gekommen. Für die Fete haben wir alle Weggefährten in der Band wieder zusammen zu bekommen.Das Brauhaus tobte und die Fete war super (), das Volk tobte und die Band zog alle Register aus der ganzen Bandgeschichte.

Die Geburtstagsfete in Roth wurde von Franz und Reinhard ausgerichtet. Die Anfahrt ganz einfach, hier Abbiegen und vergessen sie alles was sie von Zivilisation gehört haben. Aber einmal auf dem Land angekommen, kommt die Power viel genauer…
Feiern kann man auf dem Land. Hier hat
Michi seinen letzten Auftritt, vor seinem Exkurs nach England. Mal sehen, wie lange er dort das Wetter schlecht machen kann…

Kein Schlagzeuger - Watt Nu?    /  2009 - heute

Welch Schock Horst ,unser Drummi, der Fels hinter der Brandung , das Urgestein, zieht es in die alte Heimat gen Osten nach McPomm und will vor der nächsten Dekade in seinem Leben nochmals was Neues anfangen. Horst - wir vermissen dich! Wir begaben uns auf die Suche nach einem neuen Taktgeber. Tom2 machte einen Auftritt, aber die musikalischen Vorlieben passten nicht.

Dann konnten wir Rainer überzeugen bei uns einzusteigen. Seine alte Band verlor auf tragische Weise seinen Bandleader,
so war er frei. Nun gibt er heftig Stoff bei uns. Im kleinen Bandumfeld auch mal auf elektronischem Handschlagzeug am liebsten aber  im vollen Set. Durch seine lange und teilweise Profimusikerzeit kommt er schnell in alle Songs und gibt uns jetzt den Drive. Rainer und Klaus bilden nun eine heftige Rhythmusgruppe.

Jetzt kommt der erste kleine Auftritt beim SC Opel, kleines Equipment der erste Auftritt mit Rainer. Die Band funktioniert. Roth rockt, das Outback hat wieder gerufen und die Band legt sich ins Zeug alles zu geben, nur Roland nicht. Der legt sich mal ins Krankenhaus und darf nicht unter Menschen. Die Band rockt Roth ohne Tasten.

2010 erfindet die Band sich neu, Themenauftritte sind angesagt. Durch die große Liebe zu den Beatles stand das Thema sofort fest.  Schwieriger war es einen Wirt zu überzeugen. Britta Bruno vom VfR Heim sagte zu. Die Band arrangierte nicht nur mit dem normalen Set, sondern auch mit Flöten und Bläser. Frank Ebert hatte schon mit uns gespielt, Bettina Zink fand super rein. Die Band legte einen tollen Auftritt hin und die Texte und Bilder rund um die Songs kamen gut an. Durch die gute Küche wurde „Beatles zum Essen“ zum Erfolg. Die erste Wiederholung stand im Herbst an. Nach nur einer Woche waren die Karten weg.

Das wird 2011 nochmals wiederholt ...

 
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